DIETER KALKA | LESUNGEN und AUFTRITTE | |
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"Deutsche und polnische Kinder erfinden Märchen.“ Zusammen mit Agnieszka Haupe. Da sitzen wir im Kreis mit 20 oder 30 Krümeln (möglichst ohne Aufpasser!) und hecken uns die unmöglichsten Dinge aus. Geeignet für Schulen, Kinderheime - Hauptsache, es sind genügend interessierte Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren da. Märchenspiel "Das Katzenhaus": Hier klicken |
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LESUNG UND LIEDER Lesung aus dem 1998 erschienenen Erzählband Der ungepflückte Apfelbaum. Dazu Lieder zum Bandoneon über Toppschnitt-Taubert, Uta mit der Olivenhaut, eine anarchistische Hochzeitsfeier, über Villon und eine Zigeunerin. Geeignet für Bibliotheken und Veranstaltungen literarischen Charakters |
"Und so
grundiert das Bandoneon sacht knöpfelnd die Sammlung, in der
Gestalten wie aus einer fernen Epoche noch einmal Leben gewinnnen.
Kloppermaxe zum Beispiel, der nur mit den Fäusten sprechen
kann, der Bergmann auf Westreise, der als "Lord Kacke" heimkehrt, die
sieben Töchter des Lokschuppen-Behausers Anton oder das
Gespenst des Pumpenwärters, das wie eine Personifizierung der
Landschaft in Hilbigs "Alte Abdeckerei" durchs Gemüt der
Kinder geistert." (Wilhelm Bartsch)
"Einigen, ich hoffe nicht wenigen, wird alles an diesem Buch bis zur ebenfalls wunderbaren Ausstattung durch den Verlag gefallen, ja zu wünschen ist, junge, angehende Autoren, die beginnen, ihre ersten Buchstabensuppen anzusetzen, würden von Kalka beides lernen: wie man wunderbar ausbügeln und vor allem, wie man sehr schön mit der deutschen Sprache umgehen kann." (Axel Reitel) |
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EROTISCHE KURZPROSA UND LIEBESLIEDER Lesung aus dem Manuskript "Kalendergeschichten - zwölf Monde und ein schwarzer Mond", dazu Lieder über die wilden Gräser im Puppenwagen einer Dachwohnung, Tramps durch die Gefilde der Zigeuner, und die kurze Ewigkeit, die man sich glücklich nah sein kann. Geeignet für Veranstaltungen, die zu lauschigen Abenden gerinnen sollen. |
DES MANNSEINS MÜD Nicht erobern, nicht besitzen will ich, sondern sein. Gleich sind wir mit unsren gespaltenen Seelen. Jeder sucht sein Spiegelbild im andern. Sieh in meinen Spiegel! Sieh auf den Grund! Zerschlage den Spiegel! Fall herab. Ich fange dich. Beatmen werde ich deine Lungen. Küssen muß ich zum Atmen. Atemlose Küsse. Erst nach dem Ersticken, in raumloser Angst, findest du dich. In meinen Armen. Gerettet. Nicht besessen. Nicht erobert. Nicht mehr besitzen will ich. Nicht erobern, sondern sein. Sei meine Schwester, Geliebte ... |
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LESUNG AUS DEM THEATERSTÜCK "Das Experiment oder Zwej unglejche Brieder" Vor allem geeignet für Schulen, Klassen 10 - 12. Mit anschließender Diskussion über den Stoff. Grotesk, wie H. in der Situation des Eingesperrten noch an seinen Herrenmenschen - Idealen festhält und sein fanatisches Wesen in parolenhaften Beschimpfungen zum Ausdruck bringt ... Nach dem unvermittelten Ende setzt der Applaus spät ein, hält aber lange an. Ein gelungenes Stück Theater, das einnimmt, berauscht und erschüttert. Uli Sebastian, LVZ |
TEXTAUSZUG
H.: Wie es mir geht, geht dem Jud nichts an. Arzt: Ziemlich alle Frontsoldaten hatten nicht nur mit dem Feind, sondern auch mit Wanzen zu kämpfen. Diese Schlacht steht ihm also noch bevor. H.: Was ich für meine gefallenen Helden empfinde, kann ein Jud nicht ermessen. Arzt: Zum Glück nicht. Dennoch muß ich ihn untersuchen... H: Kein deutsches Gericht würde mich verurteilen. Auch kein österreichi-sches. Dankbar werden sie sein. Ich habe sie zur Größe geführt. Volksgenossen hört ...man hat mir das Haupthaar geraubt. Man hat mir den Schnauzbart rasiert. Ein jüdischer Barbier hat mich verstümmelt. Verstümmelt! Ein Jud mit deutschen Namen: Herrmann. Wer hat ihm erlaub, sich Herrmann zu nennen? Hans Herrmann. Versprach ich dem Barbier, der meinen Schnurrbart eingeseift, ihn aufs Schafott zu verfrachten. Da lachte der Jud. Und wetzte das Messer. Er handele auf Befehl. Volksgenosse, ich hab ihm vergeben! |
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AUFTRITTE Lieder zum Bandoneon und zur Gitarre. Über Mutter Kessel, Toppschnitt-Taubert, die Uferlosen Wälder, eine anarchistische Hochzeitsfeier, die Geigerin Uta, den Leipziger Löwen, die Ost - Germania, den großen Schatten Villon, aber auch Vertonungen von Rilke, Emanuel von Bodemann, Theodor Kramer und Kurt - Arnold Findeisen. Bis maximal eine halbe Stunde (in Zusammenhang mit einer Lesung auch länger). Für Kleinkunstbühnen, literarisch - musikalische Veranstaltungen u.a. |
Dieser moderne Barde zog die Zuhörer in ihren Bann, denn seine Aussagen, seine Reflexionen, die in der Form an Bert Brecht und Francois Villon erinnern, treffen zielsicher den Kern. Helmstedt Dieter Kalkas Lieder, die so rauh und sinnlich in den Ohren klingen und die eine gleiche Verletztheit bergen - wie das sich selbst devastierende Dasein der Bergleute. Diese Lieder und Gedichte, die mitunter in der Trauer so unbegreiflich hoffnungsvoll sind, haben ihren Atem aus der kohlestauhigen Landluft unserer Region. Aus der Landluft - und eben nicht aus dem dekadance-freudigen Zynismus der Stadtszene. Dr. Jena, Altenburg Besonders beeindruckten die selbstgetexteten und vertonten Lieder von Dieter Kalka, die der gebürtige Altenburger auf seinem Bandoneon begleitete. Gisela Dietz, Chemnitz |